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"Das Bilderbuch für Kinder" - von Friedrich Justin Bertuch Das von dem Verleger Friedrich Johann Justin Bertuch herausgegebene Werk umfasst 1185 kolorierte Kupfer in 12 Tafelbänden und einen ausführlichen Kommentar in 24 Bänden (von Karl Philipp Funke bearbeiteten). Die Tafeln sind in 14 Themengebiete aufgeteilt, dabei nimmt die Naturgeschichte den größten Raum ein. 1790 begann Bertuch mit dem "Bilderbuch für Kinder". Der letzte Band erschien1830. 1796 begann Bertuch mit der Herausgabe der Begleitbände ("Ausführlicher Text zu Bertuchs Bilderbuche für Kinder. Ein Commentar für Eltern und Lehrer, welche sich jenes Werks bei dem Unterricht ihrer Kinder und Schüler bedienen wollen"). Ab 1800 hat sein Sohn Carl Bertuch die Redaktion des Bilderbuches übernommen. Die Auflage betrug 3.000 Exemplare. Das Werk erschien in Lieferungen, um den Bezug auch für einen kleineren Geldbeutel möglich zu machen. Das Werk ist in deutsch und französisch geschrieben, teilw. auch englisch und italienisch (Band 4-6). Mit Fortschreiten der Bände nimmt die Gruppe "vermischte Gegenstände" immer mehr Raum ein.
"schön und richtig gezeichnete und keine schlecht gestochene Kupfer haben, weil nichts wichtiger ist, als das Auge des Kindes, gleich vom Anfange an, nur an wahre Darstellung der Gegenstände ... zu gewöhnen". "Es muß nicht zu viele und zu sehr verschiedene Gegenstände auf einer Tafel zusammendrängen; sonst verwirrt es die Imagination des Kindes und zerstreut seine Aufmerksamkeit". "Es muß wenig und nicht gelehrten Text haben; denn das Kind liest und studiert ja sein Bilderbuch nicht, sondern will sich nur damit amüsiren". "Es muß, wo möglich, fremde und seltene, jedoch instructive Gegenstände enthalten, die das Kind nicht ohnedieß schon täglich sieht". "... habe ich die krellste und bunteste Mischung der Gegenstände gewählt, und bitte nur immer ... zu bedenken, daß ich es mit Kindern zu thun habe, die ich blos amüsiren will". Bertuch hält die Kinder an, die schwarzen Kupfer farbig auszumalen, sie danach gar auszuschneiden, um sie an die Wand zu hängen.
Friedrich Johann Justin Bertuch (1747-1822) war ein deutscher Herrausgeber und Kunstförderer. Er wird als Sohn eines Garnisonsarztes in Weimar geboren. Er wird früh Weise und wächst im Hause eines Onkels auf. Er besucht das Weimarer Gymnasium, beginnt ein Studium der Theologie und der Rechtswissenschaften, beschäftigt sich mit Literatur und Naturwissenschaften, bricht aber mit 22 Jahren das Studium ab und wird Hauslehrer bei einem dänischen Adeligen, der zuvor Gesandter in Spanien war. Von diesem lernt er die spanische Sprache und übersetzt 1774 "Don Quichotte" ins Deutsche. 1775 wird er Geheimer Sekretär des Herzogs und bleibt in verschiedenen Funktionen bis 1787 im Staatsdienst. 1791 gründet er das "Landes-Industrie-Comptoir", ein Industrieunternehmen mit verschiedenen Produktionszweigen. Zu dem Comptoir zählen im Lauf der Zeit die schon früher errichtete Papier- und Farbenmühle, die Buchdruckerei, eine kartografische Abteilung, seit 1804 als "Geographisches Institut" selbstständig. Hier erscheint auch das "Bilderbuch für Kinder". Sein Sohn, Karl Bertuch (1777 - 1815) war ein deutscher Journalist und Schriftsteller.
Registerband von 1810 (90 + 116 Seiten) ist vorhanden !!!Band 10 des Kommentars fehlt!!! Ansonsten ist das Werk vollständig, alle Tafeln sind vorhanden, liebevoll und sehr sauber koloriert |
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