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Constitutio Criminalis Theresiana

- oder der Römisch-Kaiserl. zu Ungarn und Böheim Königl. Apost. Majestät Mariä Theresia Erherzogin zu Österreich etc etc königl. Apost. Majestät Maria Theresiä Erzherzogin zu Oesterreich etc etc peinliche Gerichtsordnung.

Wien, gedruckt bey Johann Thomas Edlen von Trattnern. Kaiserl. Königl. Hofdruckern und Buchhändlern
1769
erster und anderther Theil in einem Buch
282 Seiten + Beilagen zum ersten Theil (LVI Seiten) + Aphabethische Sammlung über die Theresianischen peinliche Halsgerichts-Ordnung, Linz F. A. Ilger 1773 (A2-R) + Instruction zur Theresianisch-peinlichen Gerichtsordnung (20 Seiten),
Mit 30 (3 davon doppelblattgroß) Kupfertafeln

nach gebunden in marmoriertem Kartoneinband, Vorsatzblätter ebenfalls erneuert, Ecken/Kanten bestossen, Einband berieben, beschabt und etwas felckig, Schnitt leicht fleckig, Seiten gebräunt und altersfleckig, teilw etwas randlädiert, keinerlei Textverlust, Stiche vollständig vorhanden, altersgemäß guter Zustand

Die Constitutio Criminalis Theresiana (auch Nemesis Theresiana oder nur Theresiana) war ein von der österreichischen Erzherzogin Maria Theresia erlassenes Strafgesetzbuch. Das Buch begründete ein einheitliches Straf- und Strafprozessrecht in den Ländern Österreichs und Böhmens. In Ungarn galt das Gesetz dagegen nicht. Entworfen wurde das Buch 1768 in Wien, am 31. Dezember dieses Jahres wurde es, obwohl es von Staatsrat und Staatskanzlei wegen seiner Rückständigkeit abgelehnt worden war, in Kraft gesetzt. Die umstrittene Theresiana war jedoch nur bis 1787 gültig, da zu dem Zeitpunkt die Folter im Josephinischen Strafgesetz komplett abgeschafft wurde. Die Constitutio Criminalis Theresiana war neben der angestrebten Vereinheitlichung des Strafrechts in Österreich auch ein Versuch Maria Theresias, die damals üblichen Foltermethoden verbindlich zu regeln und zu beschränken. Das Buch enthält in zwei Anhängen, den "Beylagen", Zeichnungen technischer Details und Konstruktionspläne von Folterinstrumenten. Auch die korrekte Durchführung der "legalen Torturen" wird peinlich genau beschrieben. Im Textteil des Gesetzbuches waren die Strafen und ihre genaue Durchführung festlegt. Dazu gehörten Todesstrafen wie die Hinrichtung durch Verbrennen, Schwert oder Strang ebenso wie Leibstrafen, z. B. durch Auspeitschen, Foltern oder Verstümmeln. Die technischen Zeichnungen, die dem Gesetz beigefügt wurden, sollen den Mißbrauch der Folter verhindern helfen. (Quelle: Wikipedia)

Hayn-Got 451, Giese 957, Lipperh. Pi 7; Seemann 1923

Erste und einzige deutschsprachige Ausgabe, Mit den seltenen und meist fehlenden Anhängen, Ohne den geheimen Anhang. "Im Gebiete der österreichischen Erbländer als lockerer monarchischer Union sollte durch das Gesetzbuch die Rechtszersplitterung beseitigt und auf dem gebiet des Strafrechtes eine Rechtseinheit herbeigeführt werden. Das materielle recht ist in manchen Teilen fast wörtlich aus der Landesgerichtsordnung Ferdinand III. entnommen, im formellen Recht finden sich Bezüge auf die Josephina von 1707. Der Strafvollzug behielt im Sinne der Generalprävention seine fast mittelalterliche Härte. Auch der weiterhin öffentliche und bei Hinrichtungen feierliche Strafvollzug diente der Abschreckung. Da in den >Gerichten die in diesem Buch abgebildeten Folterwerkzeuge aus finanziellen Gründen oft fehlten, dienten Stockschläge als legitimes Mittel der Herbeiführung eines Geständnisses. Bereits zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der in diesem Buch enthaltenen Gesetze wurde diese von Rechtslehrern (Sonnfels) und Richtern als "Nemesis Theresiana" bezeichnet und als veraltet angesehen. Die so genannte "Theresiana" wurde 1784 durch die(ebenfalls bei Trattner erschienene) "Josephina" außer Kraft gesetzt. " (Seemann)


english:

(1. and 2. part in 1 vol)
282 pages +LVI pages (attachement to part 1), + alphabethical collection of capital crimes (A2-R); + Instruction to the theresian high court
30 copper engravings (3 double-sided)

Binding renewed (marbled cardboards), endpapers renewed, Edges a little damaged, cover rubbend, scratsched and a little stained, front-upper-and lower edge stained, pages browned and stains according to the age, same marginal damages, no loss of of text, sopper engravings complete, good condition

The Constitutio Criminalis Theresiana (also Nemesis Theresiana or only Theresiana) was a penal code issued by the Austrian ore duchess Maria Theresia. The book justified a uniform punishing and law of criminal procedure in the countries of Austria and In Hungary the law did not apply against it. The book was sketched 1768 in Vienna, on 31 December of this yearly it, although it by Council of State and State chancellery had been rejected because of its backwardness, into force was set. The disputed Theresiana was valid however only until 1787, since at the time the torture in the Josephini penal law was completely abolished. The Constitutio Criminalis Theresiana was apart from the standardization desired of the criminal law in Austria also an attempt Maria Theresias regulating and limiting the then usual torture methods obligatorily. The book contains in two appendices, the "Beylagen", designs of technical details and construction plans of torture instruments. Also the correct execution of the "legal tortures" is embarrassingly exactly described. In the text of the law book were the punishments and their exact execution specify. In addition belonged death penalties like the execution by burning, sword or strand just like body-met, e.g. by flogging, torturing or mutilating. (translation by economy-point.org)

Constitutio Theresiana


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